Vorlesungstag 13

Botschaft einer Ungeborenen

Inhaltsteil 1: Die Botschaft einer Ungeborenen – Genesungstext
Inhaltsteil 2: Menschheits-Verrat – Wandlungstext
Inhaltsteil 3: Heilkunst ‚Dein Retreat‘ – Videokomposition

Die Botschaft einer Ungeborenen

Wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich ‚das bringen kann‘, dann frag‘ ich Amanda.
Sie lehrte mich, was es heißt die Erlaubnis zum Leben zu haben.
Durch sie weiß ich, was es bedeutet lebendig zu sein.
Amanda lebt nicht, zumindest nicht mehr.
Ich bekam sie auch nie zu Gesicht.
Amanda – konnte ich fühlen.
Ganz deutlich in meinem Bauch.
Im Sommer 2018.
Als ich schwanger war.

Unter Schmerzen brachte ich sie nach 11 Wochen des inneren Kennenlernens ‚zur Welt‘.
Der Kindesvater und ich verabschiedeten uns von ihr, bevor sie unter stundenlangen Wehen meinen Körper verließ.
Ihr winzig kleines Herz schlug einfach nicht mehr.
Ihr Auftrag schien nur bis zu diesem Zeitpunkt gegangen zu sein.

Als ich nach einem Gespräch mit einer Hebamme realisierte, dass ich kein Kind gebären würde, sondern eine Fehlgeburt auf natürlichem Wege zur Welt bringen würde…wurde es einfach nur schwarz.
Leer. Nichts. Kein Gedanke – kein Gefühl. Einfach stumm.
Meine Welt blieb für eine gefühlte Ewigkeit stehen.

Vom ersten Moment damals wusste ich dass ‚Amanda‘ bei mir ist. Noch vor jedem Schwangerschaftstest wusste ich, dass ich schwanger war. So deutlich spürte ich sie. Sie war nicht zu ‚überspüren‘ (also so ähnlich wie zu überhören, nur eben mit spüren) Sie und ich, wir hatten so heitere Momente. Ich spürte ganz deutlich, dass sie bereits in den ersten Monaten mein ganzes Leben veränderte. Und auch ohne ihr physisches Leben, macht sie das bis heute.

Als werdende Mutter machte ich mir damals Gedanken über Babybettchen, passenden Wohnraum, sämtliches Equipment wie Tragetücher, Kinderwagen und Co. Doch ich stellte mir auch die Frage, was sie wohl so ‚für eine is‘? Was sie wohl mögen würde, was sie brauchen würde um glücklich zu sein? Und oh Gott, was ich wohl tun würde, wenn sie so eine ganz Wilde wäre, und mit 5 Jahren schon Schlagzeug spielen möchte, und sie mich als Mutter ständig in neue Herausforderungs-Situationen bringen würde?

Ich fragte mich, ob ich wohl in der Lage sein könnte diesem Wesen, welches ich selbst noch gar nicht kannte, ein Leben zu ermöglichen welches seinem Naturell entspricht. Ihm ein Nest zu geben in dem es sich glücklich und willkommen fühlt. Und ob ich wohl selbst flexibel und lebendig genug wäre, um der Entwicklung eines so lebendigen Kindes genügend Freiraum gewähren zu können. Innerlich bereitete ich mich schon darauf vor, viele Hindernisse zu bewältigen um später, wenn es auf der Welt ist, der Liebe zu diesem Wesen den Vorrang geben zu können. Den Vorrang gegenüber gesellschaftlichen Konventionen oder selbst antrainierten Verhaltensregeln. Auch wenn mich die Gedanken oder die eventuellen Zweifel, dass ich es vielleicht nicht schaffen könnte, manchmal mental sehr belasteten – so gaben sie mir in der Tiefe dennoch eine unglaubliche Kraft. Ich spürte, dass ich bereit war alle Hebel in Bewegung zu setzen, um diesem geliebten Wesen, welches durch meinen Körper das Licht der Welt erblicken möchte, ein Leben gemäß seiner Eigenart zu ermöglichen.

Als ich schließlich in den Abschiedswehen lag, ich schreckliche Schmerzen und Krämpfe hatte bevor sie der naturgemäße Prozess wieder aus meinem Körper nahm, spürte ich, dass ich diese eindrücklichen Schmerzen nicht umsonst habe. Ich weinte bitterlich und fühlte den Schmerz am ganzen Leib. In meinem körperlichen und seelischen Schmerz fragte ich sie, was sie mir sagen will? Was dieses Ereignis bedeutet, welches sich so tief in mir einbrannte.

Amanda ist ziemlich heiter, besonders weise und hat ein so liebevolles Herz. Sie sagte: „Schau Mami, mir hättest Du ein Leben ermöglicht mit all meinen Ecken und Kanten, und wenn ich auch noch so schräg aufgefallen wäre… du hättest zu mir gehalten. Du hättest mich ermutigt die Welt und das Leben zu entdecken, auf meine ganz eigene Art. Ja – ich komme nicht, um selbst als Menschin zu leben. Das Wichtigste ist geschehen. Du hast mich gespürt, und ich darf zu Dir sprechen.
Schau. Du bist auf der Erde. Du lebst. All das was Du mir ermöglicht hättest, steht auch Dir zu. Du musst nicht brav, oder gut, oder angepasst sein. Leb Dich aus, so wie Du bist… denn erinnere Dich: GENAU SO WIE DU BIST, bist du geliebt. Das hattest Du mir schon zugeflüstert, als ich in Deinem Bauch war. Ich? Ich bin immer bei Dir. Ich liebe Dich bei allem was Du machst, und besonders wenn Du lachst.
Du musst nicht jetzt schon wissen, was Du tun sollst. Denn weißt Du, Du kannst es jeden Moment spüren. Lebe Dich aus, als würdest Du DICH LIEBEN wie mich.
Ich sehe Dir zu, und wenn Dir in einigen Situationen niemand Applaus klatscht, während Du Deinen eigenen  Weg gehst… Ich werde es tun – denn ich weiß wie sehr Du das Leben ehrst.“


In Liebe
Amanda

Und falls Du Dich künftig wunderst, was die Claudi ‚jetzt schon wieder macht‘? Dann hat sie vielleicht einmal wieder mit Amanda ‚gesprochen‘

Menschheits-Verrat

DEIN HEILKRAFT-Retreat